Gemischte (Urlaubs-) Gefühle

Impulsgottesdienst zu Beginn des Schuljahres 2015/2016

Als wir uns am Ende der Sommerferien zur Vorbereitung des Gottesdienstes trafen, erzählte natürlich jeder von dem, was er in den Ferien erlebt hatte. Viele waren zum Wandern in den Bergen, manche waren beim Campen, andere haben von zu Hause aus viele Ausflüge gemacht und viele waren am Meer oder sogar mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem Meer.

Trotz der vielen schönen Ferienerlebnisse, war aber auch eine Betroffenheit zu spüren. Jeder hatte, egal wo er in Urlaub war, natürlich mitbekommen, dass zum gleichen Zeitpunkt, zu dem wir eine schöne Zeit verbracht hatten, andere Menschen auf der Flucht waren, ihre Heimat verlassen mussten und unter schwierigen Umständen zu uns nach Europa kamen. Vielen misslang die Flucht. Sie kamen im Mittelmeer ums Leben. Ein Bild ging um die Welt. Auf dem Bild war zu sehen, wie ein kleiner Junge tot an einen Urlaubsstrand in der Türkei angespült worden war.

Der Gottesdienst begann mit einem Bild auf der Großleinwand, das ein Schlauchboot zeigte. Es stand für: Urlaub, Wasser, Spaß, Sonne, Freizeit … und gleichzeitig auch für all die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Terror und Hunger sind.

Schüler der Klasse 6a haben in den Ferien zu dieser Thematik einen kleinen Zeichentrickfilm gedreht, den ihr euch nochmals anschauen könnt. Auch hier werden zu Beginn die schönen Seiten der Ferien gezeigt, aber dann gibt es einen Wendepunkt in diesem Film: „Halt! Da war doch was!?“

Da der Film mit vielen Fragezeichen endet, sollten uns die Worte der Heiligen Schrift, die uns der Apostel Paulus überliefert hat, eine Orientierung geben:

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“

Das ist eine Einladung! Wir sollen in unseren Beziehungen in denen wir leben, etwas von der Gegenwart Gottes weitergeben.

Wie kann so etwas aussehen? Vielleicht zeigt sich die Gegenwart Gottes in der Bereitschaft die Menschen an- und aufzunehmen, die ihr Zuhause verloren haben.

Es wäre schön, wenn die Bereitschaft dazu immer größer werden würde.
Text: T. Weiß

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