Wir sind da und helfen, wenn Menschen uns brauchen.

Das ist der Leitsatz der St. Elisabeth-Stiftung, der die gesamte Arbeit der Stiftung prägt.

Im Rahmen der Kooperation unserer Realschule mit der St. Elisabeth-Stiftung,  hatten die Schüler*innen der Kl 8. die Möglichkeit die „Heggbacher-Einrichtungen“ ein wenig kennenzulernen.

Der Besuch begann mit einem kurzen Morgenimpuls in der Kirche. Der große bunte Flickenteppich und die vielen Buntstifte auf dem Altar machten schon deutlich, dass es um die Vielfältigkeit der Menschen geht. Jeder Mensch ist ein Teil unserer Gesellschaft und jeder verdient deshalb unseren Respekt. Das gilt besonders für die Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, wie die vielen Bewohner*innen der Heggbacher-Einrichtungen.

Nach diesem Impuls ging es weiter mit den „Lebensräumen“ innerhalb der Einrichtung. Die Schüler hatten die Möglichkeit Heggbach selbst zu erkunden. Um ein Fragebogen ausfüllen zu können, mussten die Schüler*innen die Wohngruppen aufsuchen, in der Werkstatt nachfragen, sich über Freizeitaktivitäten informieren,  den Speiseplan studieren und die Kirche besichtigen. So bekamen sie einen Einblick in das vielfaltige Alltagsleben der Bewohner*innen.

Um die Bewohner*innen noch näher kennenzulernen, durften wir zwei Seniorengruppen besuchen, bei denen der Besuch angekündigt war, und die sich über den Besuch von so vielen jungen Menschen gefreut haben. Das Programm der nächsten Tage und der Ablauf der täglichen Seniorentreffs wurde uns vorgestellt und  man sah den Bewohnern an, dass sie beim Malen oder Puzzeln viel Freude hatten.

Ein zweiter Bereich, den wir erkunden konnten, waren die Werkstätten. Gerade in der Halle, in der die Gewächshäuser hergestellt werden, waren viele erstaunt, mit welcher Präzision diese Gewächshäuser gefertigt wurden. Das galt auch für die Teile, die für bekannte große Firmen zusammengesteckt oder verpackt werden. Auch hier sahen wir, wie stolz mache Bewohner auf ihre geleistete Arbeit waren.

Den Schlusspunkt bildete wieder ein Impuls in der Kirche. Dabei kam zur Sprache, dass es Zeiten gab, in denen Menschen gedacht haben, dass es Menschen gibt, die nicht wert sind zu leben. „Unwertes Leben“ wurde es benannt, dieses Leben darf zerstört werden. Und so hat man die Schwächsten der Gesellschaft, 193 Menschen, die in Heggbach gewohnt hatten, mit grauen Bussen nach Grafeneck gefahren und dort brutal ermordet.

Ich denke, alle, die diesen Vormittag in Heggbach verbracht haben, können eine solche Denkweise nicht nachvollziehen, sondern jede und jeder Einzelne wird gespürt haben: Jeder Mensch ist wertvoll, wichtig und liebenswert.

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